1.5.05 09:19


Alles neu macht der Mai ?

Erster Eintrag in diesem Jahr, krass mal wieder. Muss Tagebuch* vielleicht neu definieren.


Aber ich hab irgendwann in den letzten beiden Stunden beschlossen, mal wieder etwas zu schreiben. Grund Nummer 1, es nicht zu tun, ist ja meist : wie fang ich an ? Und uebers Nachdenken darueber komm ich dann vom Hoelzchen aufs Stoeckchen, wie man so schoen sagt, biege mehrmals irgendwo ab, lande dann ganz woanders und geschrieben hab ich letztendlich wieder nichts. Aber heute kam mir der Gedanke, dass ich etwas fuer mich schreiben moechte, weil ich es nicht vergessen moechte, weil ich es hier archivieren kann, weil ich schon viel zu viel nicht festgehalten habe, obwohl mich sogar mal jemand drum bat, und obwohl ich sagte, klar, mache ich ja schon, aber letztlich vergeht die Zeit, ohne kontinuiierlich festgehalten zu haben, und darum isses mir nun mal wieder egal, wie ich anfange, und hiermit hab ich es ja nun eh schon getan.


Also direkt weiter im Text ..


Ich fuehl mich irgendwie anders als sonst. Ich fuehle mich sehr allein. Ich bin allein und weiss dass auch, aber ich fuehle mcih eigentlich nie allein, und das ist heute der Unterschied. Ich weiss nicht, ob es gut ist, mich allein zu fuehlen, oder ob ich es besser wieder nicht mehr fuehlen sollte. Es hat mich ganz schoen runtergehauen vorhin, als es mir bewusst wurde, dass ich so allein bin .. und das fuehlt sich nicht gut an.


Nach nem relativ ueblichen Abend gestern mit Svole an den Decks und Lena ( neu ) an der Bar sind wir als letzte gegen 5 heute morgen aus ebendieser raus, und dann jeder fuer sich weiter. Es war ein angenehmer Morgen, viele Leute noch unterwegs, wenn auch viele von ihnen nicht mehr ganz bei sich, weil gefeiert, versoffen, verdrogt oder was weiss ich .. Voegel zwitscherten, aus vielen Wohnungen kam noch Musik, Gesprächsfetzen, Gelächter .. alles viel lebendiger als sonst zu dieser zeit, undes gefiel mir sehr .. und waehrend ich mir all dessen bewusst wurde, gings bei mir wohl los mit den Gefuehlen. Ich sah niemanden allein unterwegs, aber ich war allein. Und ich war auch nicht auf dem Weg zu jemand anders, zu einer Person oder Gruppe, mit der ich auch haette feiern koennen .. nein, nur auf dem Weg nach Hause, immer noch dem Zuhause* der letzten beiden Jahre. Und dann kam dieses Gefuehl, dass alle feiern .. alle, aber ich nicht. Nicht, dass ich etwas zu feiern haette am Tag der Arbeit .. aber natuerlich meine ich das auch nicht, ich moechte auf die Tatsache hinaus, dass mir niemand einfiel, den ich morgens um 5 zB anrufen kann, um zu fragen : kann ich zu Dir kommen ? Kommst du zu mir ? Wollen wir etwas zusammen machen ?


Ich traute mich dann doch, schickte Maik ne SMS, weil ich annahm, er sei vielleicht noch unterwegs .. und falls doch schon schlafend, waere nen SMS-Klingeln sicher lang nicht so stoerend wie ein Anrufklingeln oder ein Tuerklingeln ( was ich eh erst gar nicht in Betracht zog, obwohl noch ganz in der Naehe seiner Wohnung ) ..


Weiter sinnierend und eher weniger noch auf rasches Feedback wartend, ging ich meinen ueblichen Weg weiter zur Bahn. Dort angekommen, erfuhr ich, dass die naechste erst in 16 Minuten kaeme .. also wie ebenfalls eher gewohnt in solchen Faellen, zu Fuss weiter, Richtung Holstenstrasse, mit ner geringen Hoffnung, I. vielleicht zu begegnen ( aus unserem Termin am Samstag war nichts geworden, und vielleicht, zufaellig, er auf dem Nachhauseweg .. ) . Und weiter sinniert .. ihn natuerlich dann nicht getroffen, und auch nicht geklingelt morgens um halb 6 .. Bahnen und Busse zweischenzeitlich verpasst, noch mehr Partys am Wegrand, ueberall leute, Voegel .. ueber Max-Brauer-Allee weiter bis zur Sternschanze. Von dort in nem (wie erwartet ) vollgekotzten, dafuer asifreien S-Bahn-Abteil bis zum Hbf, Becher Kaffee mit Puddingplunderteilchen ( kA, wie das heisst ), immer duestereren, bruetendenden Allein-Gedanken bis hin zum "Dann isses halt so, bin ich halt allein .. und bleibs dann auch ganz, rede mit niemandem mehr, ziehe mich nun wirklich total zurueck, etc .."  und mit S1 weiter nach Hause.


Seit fast exakt ner Stunde schreib ich hier nun schon, und das Gefuehl hat sich aufgeloest irgendwie. Laengst denk ich auch wieder an anderes, merke ich .. meine zB Tasche liess ich heute erstmals in der Bar. Nachher bin ich eh wieder da, und irgendwie dachte ich, es sei besser, sie heute dort zu lassen; kA, was fuer Volk ich begegnen wuerde auf dem Nachhauseweg. Vielleicht kam diese Sache auch noch verstaerkend hinzu - ich weiss gar nicht, wann ich eine solche Strecke zuletzt ohne Tasche unterwegs war ..


Thema Handy : ungefaehr Hoehe Holstenstrasse bekam ich dann ne SMS : jmd. hatte auf die Mailbox gesprochen. Trotz Guthaben konnte ich die nicht checken; bei der Anwahl gings aus, und dann liefs weiter wie oft in den letzten Tagen : es ging kurz anzumachen, kam aber nicht weit ueber den Begruessungssschirm hinaus .. um dann irgendwann ganz auszubleiben. Das Netzkabel ist in der Tasche ..


Ich brauch unbedingt ein neues Handy .. oder brauch ich ueberhaupt eins ? 


 Eins noch festzuhalten, gefunden ueber Mella vorhin :  



Und ich hab eigentlich alle Fragen ehrlich beantwortet : Which File Extension are You?

1.5.05 09:03


2041224 Frohe Weihnachten

Ich wuensche allen Menschen eine frohe Weihnachtszeit..

24.12.04 09:14


40 Jahre ..

Weiter gehts ..

13.12.04 09:21


2040830 Obdachlos in Hamburg II

Freitag - Für ein oder zwei Stunden im Arbeitamt in Langenhorn Wohnraumbörse der AStA u. ä. gecheckt, mails ebenso. 4 oder 5 Angebote gefunden, die ich anschrieb, bislang aber noch kein feedback. Später bei C. der seinen Abschied feiern wollte, was eher chaotisch war, aber trotzdem sehr nett. Nicht zur TIDE Night im Wagenbau gegangen, weil ich die Leute dort nicht treffen wollte, um meine Situation nicht darlegen zu müssen. Überhaupt sehe ich schon lange viele Leute nicht mehr, und es werden wohl noch weniger werden - wenn es so weitergeht.


Samstag - Nachmttags in der Ponybar, um A. eine Veranstaltung vorzustellen, die ich dort gerne durchführen würde. Im Oktoberprogramm kann man damit wohl starten, wir bleiben in Kontakt. Danach wieder bei C. in Ottensen. Irgendwann morgens in den Pudel, nachdem wir I. und J. kennenlernten, und später wieder zurück nach Ottensen. Ich verabschiedete mich, um den


Sonntag - dann in einem Park zu verbringen, lesend, schlafend, nachdenkend, schreibend. Keine Ahnung, wie es weitergehen wird.


Montag - Morgens wieder im Arbeitsamt, allerdings nur kurz. Weiter zu Pflegen & Wohnen, um wegen Platz in Wohnunterkunft nachzufragen - wieder nichts, und ich kennen nun schon drei verschiedene Mitarbeiter. Letzten Freitag wollte ich zu Hinz & Kunst, schaffte es aber nicht. Werden hier nochmal nach der Adresse schauen und dann mal rübergehen.


Den Text hier ( wie schon vorher ne Stunde bis zum Absturz des Systems ) in "Die Rösterei" im Levantehaus am AOL-Terminal geschrieben - Milchkaffee 3 EURO und angenehme Atmosphäre irgendwie. Darum dann lieber hier als im Inet-Cafe vielleicht - allerdings schmiert dort der Rechner weniger ab.


Weiterhin auf Wohnungssuche - Kontakt s. unten.

30.8.04 13:31


2040826 Obdachlos in Hamburg

( Der in der vergangenen Stunde geschriebene Text über die bisherigen Geschehnisse wurde leider gerade gelöscht, weil ich den Zurück-Button für das aktuelle Browserfenster klickte, darum hier noch mal alles schnell in Kurzform )


Freitag: Auseinandersetzung m. Mitbewohner, weil ich den Küchentisch aufräumte. Seine Provokation bringt mich dazu, dass ich die Polizei anrufe, er reisst das Kabel aus dem Telefon, ich soll den Schlüssel rausgeben und SOFORT ausziehen. Eine Stunde später revidiert er seine Forderung, ich könne bis Montag bleiben, um mich dann an die Ämter zu wenden.


Sa und So: ich vermeide es, ihm über den Weg zu laufen, bin tagsüber unterwegs, nachts liege ich wach, weil ich nicht weiss, was passieren könnte.


Montag: Sozialamt wie jeden Montag geschlossen, ich erkundige mich in der Beratungsstelle Barmbek noch einmal über die Möglichkeiten und Konsequenzen der Obdachlosmeldung. Erneuter Hinweis auf den Verein Pflegen und Wohnen "p&w", der als einziger für die Vergabe von Plätzen in Wohnunterkünften zuständig ist. Danach viel unterwegs, den grössten Teil der Nacht verbringe ich im Pudel und später in Nachtbussen und Strassenbahnen ( Monatskare rulez).


Dienstag: Obdachlosmeldung in Sozialamt Barmbek-Uhlenhorst, dazu etwa 38 EURO in bar nach Hinweis auf meine Mittellosigkeit. Ich bekomme einen Brief für p&w in der Hinrichsenstrasse 4b mit. Dort werde ich in die Liste aufgenommen. Es gibt nur 2-Bett-Zimmer, aber zur Zeit sind keine frei. Am Donnerstag soll ich mich wieder melden. Zur Übernachtung bekomme ich die Adresse des Pik As angegeben, allerdings sollte ich vorher alle anderen persönlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Dass das Pik As berüchtigt ist, weiss sogar ich - aber ich hab ja ne Monatskarte, und selbst das Wetter spielt ja noch mit. Nachmittags bis Abends innem Laden in Altona, dann später spazierend an der Elbe, noch später wieder Bahn fahren ..


Mittwoch: Übers Internet im Arbeitsamt in Langenhorn emails gecheckt, die Wohnbörse der AStA und verschiedene andere Adressen für Wohnungs- und WG-Angebote. Nichts. Nochmals bei der Baugenossenschaft Dennerstrasse vorbei, um die Anmietung der leerstehenden Wohnung in der Lorichsstrasse 37 anzufragen, aber mit ausweichenden Antworten wieder weggeschickt worden. Rest des Tages : s. Dienstag.


Donnerstag: Morgens um 9:15h wieder in der Beratungsstelle Barmbek, um von dort mit einem der Sachbearbeiter bei Pflegen & Wohnen nachzufragen. Einstündiges Telefonieren bleibt erfolglos, ich erfahre etwas mehr über die Wohnungspolitik in Hamburg und mache mich dann auf den Weg, um persönlich bei p&w vorzusprechen. Natürlich ist auch heute nichts frei. Mal sehen, wie der Tag weiter verläuft, ich möchte mich auch mal bei Hinz und Kunzt informieren, vielleicht haben die ja noch Tips zur Situation.


Ich schreibe dies alles ( nachdem mir mein PW wieder eingefallen ist) aus Der Rösterei in der Mönckebergstrasse.


Ich bin weiterhin auf der Suche nach einer Wohnung oder einem WG-Zimmer. Wer sich nun angesprochen fühlt, mir solches anzubieten oder zu vermitteln, erreicht mich über das Blog, meine angegebene emailadresse oder auch mobil unter 0175-6062606.


Als Sozialhilfeemfänger kann ich mit Unterstützung des Amtes eine Wohnung anmieten, deren Grösse 50 qm oder deren Miete 318 EURO kalt ( plus 2EURO Heizung je qm ) nicht überschreitet. Kaution oder Genossenschaftsanteile werden ebenfalls übernommen. Ein §5-Schein und ein Dringlichkeitsschein sind ebenfalls vorhanden. Mehr über mich selbst gibts auf Anfrage, und später auch hier.


Bleibt mir nur noch, mir weiterhin alles Gute zu wünschen ..

26.8.04 14:13


2040301 Monsterkrabben auf dem Weg nach Europa

In den letzten beiden Jahren häuften sich Medienberichte über die explosionsartige Vermehrung von Roten Königskrabben ie. Kamtschatka-Krabben in der Barentsee nördlich von Norwegen. Diese Krabben gehörten eigentlich nicht dorthin, aber russische Wissenschaftler hatten Anfang der sechziger Jahre ( und anderen Quellen zufolge schon in den Dreissiger Jahren) eine Gruppe Roter Königskrabben im Fjord von Murmansk ausgesetzt - als neue Nahrungsquelle für die russische Bevölkerung und als Truppenverpflegung für die Rote Armee.


Einem Artikel des englischen Telegraph zufolge bewegen sich die etwa 15 Millionen Ahnen dieser Gruppe zur Zeit an der nowegischen Küste entlang in Richtung Süden.


Die Lofoten, in früheren Berichten als Grenze einer möglichen Ausbreitung gesehen, haben die bis zu 12 Kilo schweren und über 1 Meter breiten Monsterkrabben mittlerweile schon hinter sich gelassen.


Bei ihrer Wanderung über den Meeresboden hinterlassen sie eine tote Einöde. Selbst vorher reichhaltige Populationen von Muscheln und anderen Schalentiere sind verschwunden. Kaum eine Tierart ist so anspruchslos bei der Nahrungsaufnahme : die Krabben können fast alles verwerten, was sich ihnen in den Weg stellt: kelp, tote Fische, Seegras oder Fischlaich. Sie fressen selbst die Schalen von Muscheln, um so das nötige Kalzium für ihren Panzer zu erhalten.


Mögliche Ursachen für die starke Verbreitung der Krabben sehen Wissenschaflter darin, dass die Krabbe keinen natürlichen Gegner in dieser Umgebung hat. Mitarbeiter des World Wildlife Fund und norwegische Meeresexperten fordern sofortiges Einschreiten der norwegischen Regierung, um den Zug der Kamtschatka-Krabben aufzuhalten. Ansonsten könnten die Tiere, so vermutet man, unter Umständen die gesamte skandinavische und europäische Küste hinunter bis nach Gibraltar wandern - ein ökologischer Super-GAU für die betroffenen Meeresgebiete.


Anm:


in Restaurants in Tokio legt man für eine (normale) Rote Königskrabbe 400 EURO auf den Tisch, der Fischer erhält etwa 40 EURO pro Tier. Ob ich mich als Öko-Fischer nach Norwegen melde ?


Noch ne Anm:


diese Story ist KEINE Promo-Aktion für den neuen Öko-Thriller Der Schwarm von Frank Schätzing. Da kommen zwar auch Millionen von Monsterkrabben vor, die todbringend über eine Küste rollen, aber es handelt sich dabei um die amerikanische, während Norwegen in dem Roman zwar auch vorkommt, allerdings "nur" von einer gigantischen Flutwelle überrollt wird.


Die Verknüpfung mit solch einer Story wäre aber sicher ne nette Promo-Idee im Stile von Ostin-Technologies ;D Aber das kostet.


Quelle zu der Krabbenstory:


Stalin's last army - hordes of gigantic crabs on their way to invade Europe


Mehr aktuelles auf Anfrage.

1.3.04 23:10


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